Senegalreise vom 24. März - 22. April 2010

Reiseleitung: Heike Meßenzehl        Mitreisende:Peter Köllner, Günther Rucker, Martin Brenner


Der Oberstdorfer Verein „Hilfe für Afrika - Wasser für den Senegal“ ist auch in Sachen Bildung und Schulen in dem westafrikanischen Staat tätig.
Unter der Leitung von Heike Meßenzehl reiste eine Delegation des Vereins zur Einweihung zweier neuer Schulen in den Senegal. Das erste Projekt entstand in Khombole, der Heimatpfarrei von Abbé Raphael Wade, nahe der Großstadt Thiès. Mit Unterstützung der Grundschule Burgau sowie des Vereins „Associatione per la vita“ aus Tivoli konnte eine sechsklassige Schule für ca. 120 Kinder erbaut werden. Auch die Ausstattung sowie das Schulmobiliar wurden angeschafft.
Bei über 40° C im Schatten ging eine beeindruckende Einweihungsfeier mit Trommeln, Tänzen und Gesängen über die Bühne. Neben dem Aufziehen der Flaggen Senegals, Italiens und Deutschlands wurden auch die jeweiligen Nationalhymnen feierlich intoniert. Der tiefe Dank der Elternschaft, des Lehrerkollegiums und der regionalen politischen Vertreter berührte die Oberstdorfer Delegationsmitglieder sehr.
Ein zweites Schulprojekt wurde in Ndoffongor südlich von Dakar seiner Bestimmung übergeben. Hier nahm ein Collège mit 10 Klassen und über 500 Schülern seinen Betrieb auf. 4 Klassenzimmer inklusive der Innenausstattung wurden dank des Allgäuer Vereins erstellt. Eine Reitereskorte geleitete die schwäbische Delegation, darunter auch ein Vertreter der deutschen Botschaft, zum festlich ausgeschmückten Schulhof, auf dem mehr als 400 Gäste versammelt waren. Hier wurde neben zahlreichen Dankesreden, den üblichen Trommelwirbeln und Gesängen eine Reihe von Geschenken überreicht. Heike Meßenzehl erhielt den Ehrentitel „Madame École“ und dazu die traditionelle afrikanische Bekleidung.
Ein weiteres Projekt ist eine Schule zur Lehrlingsausbildung in Colobane. Hier werden 35 Schüler in den Fachbereichen Holzbearbeitung, Metallbau und Textilarbeit theoretisch unterrichtet und praktisch geschult. Diese Einrichtung wurde und wird von der Berufsschule Immenstadt unterstützt. Die aktuelle Hilfe gilt dem Aufbau eines landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Sektors, damit der Eigenbedarf an Nahrungsmitteln gedeckt werden kann.
Der Einsatz des Allgäuer Vereins für Schule und Bildung steht immer unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“. Mit seinen bescheidenen Mitteln kann er jedoch nur Anschubfinanzierungen leisten und ist stets auf Spenden angewiesen. Die Betreuung eines Internats in Salemata tief im Süden Senegals bereitet den Oberstdorfern großes Kopfzerbrechen. Hier ist neben der dringend notwendigen baulichen Sanierung auch die tägliche Ernährung der 180 Kinder in Frage gestellt. Die Reisegruppe konnte sich vor Ort ein Bild von der momentanen Situation machen. In dieser Region des Basarivolkes, das in bitterster Armut lebt, ist auch die zu erwartende „Selbsthilfe“ kaum möglich.
Weitere Patenschaften für die Kinder und Jugendlichen könnten ihre Lage verbessern und ihre schulische Ausbildung sichern. Der Verein wird auch zukünftig - neben seinen laufenden Wasserprojekten - für die Förderung von Schulbauten und Bildungsmaßnahmen im Senegal eintreten.

Schüler bei der Schuleinweihung in Khombole Repräsentanten vor dem Klassenzimmer Ndoffongor
Projektleiter Rahim und Heike mit traditioneller Kleidung Rahim, Schulleiter ,Vorsitzende der Frauengruppe und Heike

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