Senegalreise vom 07. April bis 09. Mai 2011


Reiseleitung: Heike Meßenzehl

Mitreisende: Jutta und Günther Steinhübl (07.-27.04.11), Agnes Prischenk und Peter Meffert (14.-27.04.11)


Wie jedes Jahr reiste Frau Heike Meßenzehl, zuständig für Schul- und Frauenprojekte (seit diesem Jahr unterstützt von Jutta Steinhübl) für 5 Wochen in den Senegal.

Betten im Internat

Das erste Ziel war die Missionsschule mit Internat in Salemata. Bei 42°C wurden die vom Verein erstellten und renovierten Gebäude begutachtet und für in Ordnung befunden. Damit ist dieses Projekt abgeschlossen. Dank der Spenden von Schulen und 1000 Euro vom Verein, konnten für das Internat 20 neue Matratzen, 540 Hefte und einige Pakete Kleider gekauft werden. Auch eine neue Küche kann errichtet werden. Dem Internatsleiter Abbé Emanuel wurden 300 Euro (gespendet von von einem Vereinsmitglied) für Lebensmittel übergeben. Bei diesem Anblick (Bild rechts) kann man sich die Freude der Internatsschüler vorstellen, wenn sie neue Matratzen bekommen.

Auf der Rückreise wurde mit dem Bischof in Kaolack über die Zukunft der Berufsbildungsstätte mit Internat in Colobane beraten. Zur Zeit werden dort Schreiner und Näherinnen ausgebildet. Die Berufsschule in Immenstadt pflegt eine Partnerschaft mit der Schule und sammelte fast 3000 Euro. In Zukunft sollen auch Installateure und Elektriker ausgebildet werden. Mit einer einheimischen Ingenieurin für Elektrotechnik wurde bereits Kontakt aufgenommen. Sie ist bereit im Bereich Solartechnik auszubilden, um die für das Land geeignete Nutzung der Solarenergie voranzubringen.

Mit welchen unvorhergesehenen Schwierigkeiten immer wieder gerechnet werden muss, zeigte sich an der Heuschreckenplage, die über den Garten in Colbane hereinbrach. Die Produktion an Gemüse für den Eigenbedarf der Bildungsstätte fiel großteils den Insekten zum Opfer –, d.h., dass vom so schon spärlichen Etat wieder mehr Geld für Nahrungsmittel gebraucht wird. Die Ausstattung mit Werkzeugen müsste auch wieder ergänzt und erweitert werden.

eine Heuschrecke





An Abbé Raphael waren wieder Wünsche nach Schulbauten herangetragen worden. Die Schule beim Großwasserprojekt Gouye Ndiogou ist bereits zugesagt. Bei der zuständigen Schulbehörde wurde noch der für den Einzugsbereich günstigste Standort abgeklärt. Weiterhin besuchte die Delegation die Gemeinden Keur Ibra Guèye, Ndiefoune Parba und Goback. In den Gesprächen mit den Gemeindevertretern, Eltern und Lehrern mussten Schülerzahlen, Einwohnerzahlen und Entfernungen der beteiligten Dorfgemeinschaften festgestellt werden. Das alles ist nötig, damit die Nachhaltigkeit, d.h., die Zukunft der Schule,– die Versorgung mit Lehrern und dergleichen, gesichert ist und keine Fehlinvestitionen stattfinden. In den Schulen wurde Schulmaterial übergeben.

In allen Fällen wäre Hilfe nötig und angebracht. Die Argumente der sehr engagierten Gesprächspartner waren stichhaltig. Der Wunsch, durch bessere Verhältnisse noch mehr Kinder in die Schule zu bringen und die Alphabethisierung voranzubringen ist groß. Bildung ist für eine bessere Zukunft unerlässlich. Immer wieder wurde auch erwähnt, dass nur die Koranschule nicht genügt. Goback und Ndiefoune Parba stehen als nächste Schulen auf der Warteliste und werden berücksichtigt, sobald der Verein wieder über ausreichende Mittel verfügt. Auch von Kindergärten und Schulen in Thies wurden Wünsche an den Verein herangetragen. Ob diese berücksichtigt werden können, hängt von der Dringlichkeit und den finanziellen Mitteln unseres Vereins ab. Das Prinzip Hilfe zur Selbsthilfe spielt dabei eine große Rolle.

Nach Abreise der Begleiter besuchte Heike gemeinsam mit Abbé Raphael noch 44 Patenschaftskinder, um Fotos für ihre Förderer zu machen und Briefe auszutauschen. Dabei wurden auch Erkundigungen über die schulischen Fortschritte eingeholt.

Abbé Raphael sucht Paten für begabte Kinder, deren Eltern das Geld für Schulbesuch und Schulbedarf nicht aufbringen können. Beim Besuch weiterführender Schulen ist für Kinder vom Land meist ein Internatsaufenthalt nötig, mit entsprechend höheren Kosten. Auch soll Jugendlichen eine fundierte Berufsausbildung in entsprechenden Einrichtungen ermöglicht werden, damit sie bessere Zukunftsaussichten haben und für die Entwicklung ihres Landes künftig etwas beitragen können. Auf diese Weise wird ein Beitrag dazu geleistet, die Menschen im Land zu halten. Eine Patenschaft kostet ab 15 Euro aufwärts (20, 25, 30 Euro) pro Monat. Spendenquittungen werden selbstverständlich zugesandt. Weitere Informationen finden Sie hier: Patenschaften.

Hier sind weitere Bilder, die Günther Steinhübl  auf der Reise gemacht hat:

Schüler in der Buschschule Ndiefoune Parba

Kinder in Goback mit ihrem Lehrer


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