Schuleinweihung Mbampana


Bericht aus der Allgäuer Zeitung Mai 2008:

Schuleinweihung im Senegal – das Laufen hat sich gelohnt!


Mirjam Back und Gabriele Endreß besuchten an Ostern 2008 Mbampana im Senegal

Mit großer Begeisterung liefen die Kinder der Grundschule Oberstdorf am 19.Oktober 2006 für den Verein "Hilfe für Afrika - Wasser für den Senegal". Sie erhielten von ihren Sponsoren für jeden gelaufenen Meter Geld und sammelten so insgesamt den stolzen Betrag von 10.000 €. Mit dieser Spende konnten in Mbampana zwei Klassenräume und ein Toilettenhäuschen errichtet werden.

Im März 2008 war es soweit: Die Gebäude wurden offiziell eingeweiht! Dafür brauchte es natürlich eine "Abordnung der GSO"! Zusammen mit Heike Messenzehl, der Schulbeauftragten des Vereins, reisten wir in den Senegal, um bei diesem Fest dabei zu sein. Fröhlich empfingen uns die Kinder mit selbst gemalten Flaggen und standen in sengender Sonne für uns Spalier.

Dorfchefs, Bauunternehmer, Schulrat, Elternbeirat und das Lehrerkollegium erwarteten uns bereits. Mit Hilfe unseres afrikanischen Koordinators Rahim konnten wir den zahlreichen Reden folgen. Zur Freude aller Anwesenden versuchten wir uns in einigen Worten Wolof, der dortigen Landessprache. Anschließend besichtigten wir die neuen Schulgebäude und Pater Raphael segnete sie.

Das Schild mit der Aufschrift der Grundschule Oberstdorf erinnert an den großen Einsatz bei der Aktion "Kinder laufen für Kinder".

Endlich können mehr Kinder aus Mbampana in die Schule gehen und schreiben, lesen und rechnen lernen. Damit verbessern sich ihre Zukunftschancen. An der großen Beteiligung - Omas, Kleinkinder und Tanten in bunten Festgewändern saßen mit im Klassenraum - spürten wir, wie sehr die Schulausbildung den Menschen am Herzen liegt.

Neben dieser Schuleinweihung hatten wir dank Heike und Rahim die Gelegenheit, den Senegal von den verschiedensten Seiten kennen zu lernen. Bei traditionellen Brunneneinweihungen wurde getanzt, mit Pater Raphael feierten wir die Osternacht und im Atlantik genossen wir die Wellen. Leider sahen wir keine Löwen, von denen unser Reiseführer erzählte, dafür saßen Affen auf der Straße und ließen sich mit Bananen füttern.

Aber auch die Besichtigung baufälliger Internate stand auf unserem Programm. Diese Bilder weckten bei unseren Schülern die einstimmige Reaktion:

"Wir müssen wieder für die Kinder im Senegal laufen!"

Mirjam Back, Gabriele Endreß


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