Dürre Landschaft
Der Verein "Hilfe für Afrika - Wasser für Senegal e.V." wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, Dörfer in der Sahelzone mit sauberem Trinkwasser zu versorgen.
Aus dem Weltall betrachtet, leben wir auf einem blauen Planeten, denn die weitaus grösste Fläche ist mit Wasser bedeckt. Zwar sind davon über 99% Salzwasser oder Dauereis auf den Polen, doch der Rest an Trinkwasser wäre für jeden für uns mehr als genug.
Hier aber liegt das Problem:
Während wir in Deutschland etwa 140 Liter Wasser täglich verbrauchen können, müssen die Menschen in Westafrika mit etwa einem Zehntel dieser Menge auskommen. Die Ursachen lassen sich nicht von heute auf morgen beseitigen, dennoch ist Wasser oft der Schlüssel zur Lösung der dringensten Probleme.
Frauen beim Wasser holen
Oft hat man auf dem Land zu wenig oder schlechtes Trinkwasser. Die Frauen müssen kilometerweite Wege gehen, um Wasser zu holen oder zu kaufen. Eine Folge davon ist die Landflucht. Die bis heute fertiggestellten 65 Brunnen, die etwa 50.000 Menschen mit Wasser versorgen, zeigen, dass Wasser Leben bedeutet.
Dabei bieten wir nur eine Hilfe zur Selbsthilfe:
Die Dorfbewohner müssen beim Brunnenbau mithelfen und sich auch finanziell beteiligen. Die Freude der Menschen über "Ihren" Brunnen ist dann immer wieder ein Erlebnis.
Inzwischen ist unser Verein gewachsen und wir kennen die Situation vor Ort besser. Wir haben unsere Hilfe ausgedehnt, weil wir erkannt haben, wie wichtig die Schulausbildung der Kinder ist. Für die Entwicklung eines Landes und der Gesellschaft ist es notwendig, dass die Menschen lesen und schreiben können. Die Wirtschaftshilfe geht ins Leere, wenn sie nicht Hand in Hand mit Bildung geht.
Noch
- sind 60% der Bevölkerung Analphabeten
- leben 53% der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze
- sind 58% der Bevölkerung unter 20 Jahre
Analphabetismus und Armut sind eng miteinander verbunden. Viele junge Leute versuchen daher ihr Glück in Europa und landen im Elend von Flüchtlingslagern. Deshalb investieren wir in Bildung, denn Bildung ist Zukunft.
eine Schule
Im Senegal besteht eine Schulpflicht für alle 612 Jährigen. Aber auf dem Land gibt es nicht genügend Schulen. Mangels Infrastruktur können nur die Kinder eine Schule besuchen, die für sie zu Fuß erreichbar ist. Wir helfen mit dem Bau von Klassenzimmern mit Schulmöbeln und Toiletten. Haben die Kinder die Möglichkeit, eine Schule in ca. 3 bis 7 km Entfernung besuchen zu können, sind sie sehr froh und stolz; aber der Heimweg erfolgt dann meist ohne Essen in der Mittagshitze. Oft fehlen Hefte und Bücher, Ersatz sind Schiefertafeln. Die Situation ist sehr unterschiedlich, je nach den finanziellen Mitteln der Eltern und dem Engagement der Gemeinden.